EMORIASocial and Emotional Learning
Yubuus Gefühlsrad im Kita-Alltag

✦ Für Kindergärten

Gemeinsam Gefühle entdecken, spielerisch, alltagsnah und ohne großen Vorbereitungsaufwand.

Kinder erleben jeden Tag unzählige Gefühle: Freude beim Spielen, Wut nach einem Streit, Stolz über einen Erfolg oder Traurigkeit beim Abschied von den Eltern. Doch viele Kinder können noch nicht in Worte fassen, was in ihnen vorgeht. Yubuus Gefühlsrad unterstützt pädagogische Fachkräfte dabei, Kinder spielerisch durch diese Gefühlsmomente zu begleiten, in einem sicheren Raum, ohne Leistungsdruck und ohne richtige oder falsche Antworten.

Warum Yubuus Gefühlsrad?

So kann Yubuus Gefühlsrad eingesetzt werden

Morgenkreis
Kleingruppen
Einzelbegleitung
Vorschulgruppen
Konfliktgespräche
Projekte zur emotionalen Bildung
Ruhiger Gesprächsimpuls nach belastenden Situationen
Blitzkarte aus Yubuus Gefühlsrad

Was macht Yubuus Gefühlsrad besonders?

Im Mittelpunkt steht nicht das richtige Ergebnis, sondern das gemeinsame Entdecken. Yubuu bewertet keine Antworten. Stattdessen stellt Yubuu neugierige Fragen, hört aufmerksam zu und lädt Kinder dazu ein, ihre eigene Gefühlswelt kennenzulernen. Dadurch entsteht eine Atmosphäre, in der Kinder sich ernst genommen fühlen und Vertrauen entwickeln können. Das Besondere: Gefühle bleiben nicht abstrakt. Durch das Drehen des Gefühlsrads, das Zuordnen der Magnetköpfe, die Blitzkarten, die Situationskarten und die Bedürfniskreise werden Gefühle sichtbar, greifbar und verständlich.

Ein Fenster in die Gefühlswelt der Kinder

Für pädagogische Fachkräfte ist Yubuus Gefühlsrad mehr als ein Spiel, es ist auch ein Beobachtungsinstrument. Während des Spiels zeigt sich, welche Gefühle ein Kind gerade beschäftigen, wie es Situationen deutet und wo möglicherweise Gesprächsbedarf besteht. Diese Beobachtungen helfen dabei, jedes Kind individueller zu begleiten und die eigene pädagogische Arbeit gezielter auszurichten.

Yubuu entdeckt eine Pflanze

„Hallo! Ich freue mich, dass du hier bist. Gemeinsam entdecken wir Gefühle, ganz ohne richtig oder falsch. Ich höre zu, stelle Fragen und lerne jeden Tag etwas Neues. Kommst du mit auf unsere Entdeckungsreise?"

— Yubuu

Für wen eignet sich das Spiel?

Erzieherinnen und ErzieherIntegrationserzieherinnen und IntegrationserzieherHeilpädagoginnen und HeilpädagogenSprachförderkräfteKitaleitungenVorschulgruppenFamilienzentren
Eine Spielrunde folgt fünf aufeinander aufbauenden Schritten. Zuerst dreht das Kind das Gefühlsrad und nimmt seinen Magnetkopf, ein bewusster Zufallsfaktor, der auch Gefühle ins Spiel bringt, die das Kind nicht spontan gewählt hätte. Anschließend zieht das Kind eine Fragekarte und spricht kurz über das Gefühl. Danach folgt eine Blitzkarte: eine kurze Alltagssituation, bei der das Kind nur sagt, ob das Gefühl passt oder nicht. Im vierten Schritt legt das Kind seinen Magnetkopf auf eine Situationskarte, die Yubuu ohne Gesichtsausdruck zeigt. Zum Abschluss wählt das Kind aus den Bedürfniskreisen aus, was ihm in diesem Gefühl helfen würde. Eine vollständige Runde dauert etwa 25 bis 40 Minuten, je nach Gruppe und Gesprächstiefe auch länger. Am Ende führt Yubuu ein kurzes Reflexionsgespräch: Wie fühlst du dich jetzt? Hat dir das Spiel gefallen?
Yubuus Gefühlsrad basiert auf mehreren anerkannten Ansätzen aus Entwicklungspsychologie und emotionaler Bildung. Die Meta-Analyse von Durlak et al. mit über 270.000 Kindern zeigt, dass strukturierte Programme zum sozialen und emotionalen Lernen Verhaltensauffälligkeiten deutlich reduzieren und das Selbstwertgefühl stärken. Der Neurowissenschaftler Matthew Lieberman konnte zeigen, dass allein das Benennen eines Gefühls beruhigend auf das kindliche Gehirn wirkt, genau das übt jede Runde am Gefühlsrad. Die Forschung zum Embodied Learning zeigt zudem, dass Kinder tiefer lernen, wenn sie körperlich handeln, statt nur zuzuhören, deshalb ist das Spielmaterial bewusst physisch gestaltet.

Mehr zum wissenschaftlichen Hintergrund →

Wie lange dauert eine Spielrunde?
Etwa 25 bis 40 Minuten, abhängig von Gruppengröße und Gesprächstiefe. Auch kürzere Varianten mit nur einzelnen Komponenten sind möglich.

Brauche ich eine Fortbildung, um das Spiel einzusetzen?
Nein. Das Spiel ist so gestaltet, dass es ohne Zusatzausbildung sofort einsetzbar ist. Eine Einführung ist hilfreich, aber keine Voraussetzung.

Für welches Alter ist das Spiel geeignet?
Für Kinder von vier bis sechs Jahren, mit einem eigenen Ablauf für jüngere und einem für ältere Kinder innerhalb dieser Spanne.

Kann ich auch nur einzelne Teile des Spiels nutzen?
Ja. Das Gefühlsrad und die Blitzkarten funktionieren auch für sich allein, etwa wenn nur wenig Zeit zur Verfügung steht.

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